SPD Mitte und SPD Moabit-Nord fordern Konsequenzen im Fall des gemobbten Lehrers Inácio-Stech!

Veröffentlicht am 01.07.2025 in Pressemitteilung

Die SPD Mitte und der ortsansässige SPD-Ortsverein Moabit-Nord zeigen sich betroffen über die queerfeindlichen Vorkommnisse an der Carl-Bolle-Grundschule und das Verhalten von Schulleitung, Schulaufsicht und der Bildungssenatorin. Daniel Bussenius und Linda Förster, Vorsitzende der SPD Moabit-Nord, erklären hierzu: „Die mediale Berichterstattung der letzten Wochen offenbart ein Versagen auf ganzer Breite: der Schulleitung der Carl-Bolle-Grundschule, die dem schwulenfeindlichen Mobbing gegen den Lehrer Inácio-Stech nicht nachging, genauso wie der Senatsverwaltung für Bildung. Im Gegenteil: insbesondere hat der Leiter des Referates Regionale Schulaufsicht Mitte die Situation erheblich verschärft. Fassungslos macht uns auch das fehlende Verantwortungsbewusstsein an der Spitze der Senatsverwaltung. Die Senatorin Günther-Wünsch hat den Hilferuf des Betroffenen monatelang ignoriert. Zurück bleibt ein beliebter und sehr engagierter Lehrer, der Anfeindungen und Mobbing ertragen und statt Unterstützung zusätzliche Schikanen erleben musste.“

Annika Klose und Yannick Haan, Vorsitzende der SPD Berlin-Mitte kommentieren weiter: „Als SPD in Berlin-Mitte fordern wir einen Neustart an der Carl-Bolle-Grundschule. Die schnelle Verbesserung des Schulklimas muss für die Verwaltung oberste Priorität haben. Lehrkräfte an der Carl-Bolle-Schule brauchen ebenso wie Schülerinnen und Schüler der Schule erhebliche Unterstützung. Wichtig ist vor allem die Initiierung von Sozial-Projekten, die dort gesellschaftliches Miteinander und die Akzeptanz von Vielfalt in jeder Dimension fördern. Zudem fordern wir Konsequenzen bei der Schulaufsicht Mitte und der zuständigen Senatsverwaltung für Bildung. Es braucht sowohl Strukturen als auch Personen, die ihren Aufgaben gerecht werden können und einen Neustart an der Schule ermöglichen. Wir erwarten außerdem, dass Herr Oziel Inácio-Stech vollständig öffentlich rehabilitiert wird. Wir wünschen ihm aber vor allem baldige Genesung! Gerade in Zeiten wachsender Queerfeindlichkeit müssen alle Berliner Schulen ihrem Bildungs- und Integrationsauftrag gerecht werden. Lehrkräften kommt hierbei eine besonders wichtige Aufgabe zu. Eine offene und vielfältige Gesellschaft kann nur dann bestehen, wenn die für sie engagierten Menschen praktische Unterstützung und Solidarität für ihren Einsatz erfahren.“